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Lisa Born
Organisatorische Fragen und Veranstaltungsmanagement
Tel: 069 95 789 - 153
Anti-Agressivitäts-Training/Coolness-Training (AAT®/CT®) Kursreihe 46
Kursnummer: 46  
  Freie Plätze
Veranstaltungszeitraum: 28. Juni 2019 - 27. Juni 2020
Veranstaltungsort: DB Trainingszentrum & Seminarhotel Bad Homburg
61350 Bad Homburg
Zielgruppe:

Alle Berufsgruppen aus der Jugendhilfe, Bewährungshilfe, Strafvollzug, Heimen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendfreizeiteinrichtungen und dem schulischen Bereich.

Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung in 7 Modulen (jeweils Freitag und Samstag)

  • Modul 1: 28.-29.06.2019

  • Modul 2: 13.-14.09.2019

  • Modul 3: 08.-09.11.2019

  • Modul 4: 17.-18.01.2020

  • Modul 5: 13.-14.03.2020

  • Modul 6: 08.-09.05.2020

  • Modul 7: 26.-27.06.2020

Tagungsort:

DB Trainingszentrum & Seminarhotel Bad Homburg
Herderstr. 1
61350 Bad Homburg vor der Höhe

Umfassende Informationen zu Inhalten und Ablauf sowie das Anmeldeformular finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen (.pdf)

Teilnehmerzahl: max. 20
Anmeldeschluss
Gebühren: 2950,- zzgl. Tagungspauschalen
Inhalt:

 

Die Weiterbildung

Die öffentlichen Diskussionen über Jugendgewalt dauern nun schon Jahre an. Ging man zunächst von einer periodenhaften Erscheinung aus, so muss man heute feststellen, dass sich die Beschäftigung mit Jugendgewalt als Dauerthema etabliert hat. Gerade der Umgang mit „gewaltbereiten" Kindern und Jugendlichen fordert die Fachkräfte in den schulischen und pädagogischen Institutionen zu neuen Handlungsmaßnahmen heraus. Gleichzeitig fühlen sich die pädagogisch Verantwortlichen oftmals überfordert, wenn Kinder und Jugendliche immer wieder Grenzen überschreiten. Einstellungen und Probleme gewaltbereiter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener sind allein mit empathischer, verstehender Pädagogik nicht erfolgreich aufzulösen. Hier bietet die konfrontative Pädagogik mit den Prinzipien Konfrontation und Grenzziehung eine Hilfe, gewaltaffine Situationen zu verhindern oder zu deeskalieren.

In der Weiterbildung werden verschiedene Ansätze aus der Gewaltbearbeitung und Gewaltprävention zu einem im Alltag praktikablen und erfolgreichen Arbeitsstil gebündelt. Das Spektrum reicht von Deeskalations-, Mediationsverfahren, Strategien gegen Mobbing bis hin zu konfrontativ-provokativen Methoden aus dem Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training (AAT®/CT®).

Neben der persönlichen Kompetenzerweiterung und Erarbeitung einer grundsätzlichen Haltung werden auch die Umsetzung und Verankerung des Konzeptes Konfrontation und Grenzziehung in den Einrichtungen thematisiert. So steht für die unterschiedlichen Phänomene von gewalttätigem Verhalten ein umfassendes und differenziertes Handlungsset zur Verfügung.

Inhalt und Ziele

In der Weiterbildung zum/-r Anti-Aggressivitäts-Trainer/in werden Sie zur Führungskraft für Gewalttäter und als Gewaltpräventionsexperte ausgebildet. Die Ausbildung verbindet dabei theoretische Hintergründe und praktische Methodenanwendung. Sie ist aber vor allem praxis- und selbsterfahrungsbezogen angelegt. So werden konfrontative Interventionsstrategien (der heiße Stuhl und andere Techniken) geübt und somit auch selbst erfahren. Die Selbsterfahrung bringt den Teilnehmer/innen mehr Sicherheit im Umgang mit gewalttätigen Menschen. Folgende Themen werden behandelt:

  • Aktuelle Erklärungszusammenhänge von Gewalt
  • Eigene aktive und passive Gewalterfahrungen
  • Theorie und Anwendungspraxis von AAT®/CT® und Deeskalation und Gewaltprävention
  • Konzept- und Organisationsentwicklung für die eigene Praxis
  • Analyse krisen- und gewaltfördernder Aspekte in Institutionen
  • Entwicklung eines institutionellen Interventionskonzeptes und Ordnungsrahmens
  • Entwicklung einer pädagogischen Haltung zum Thema Gewalt
  • Handlungskompetenzvermittlung in primärer, sekundärer und tertiärer Gewaltprävention
  • Transfer der erlernten Methoden in den Pädagogischen Alltag
  • Eigene aktive und passive Gewalterfahrungen
  • Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, Gefühlen und Interessen von Gewalttätern als Kompenationsstrategien


Methoden und Techniken

Die Weiterbildung umfasst ein Training in folgenden Methoden:

  • Konfrontation, Deeskalation, Theaterpädagogik
  • Interaktionspädagogische Übungen und Spiele sowie Psychodrama
  • Körpersprache
  • Visualisierungen von Haltungen, Meinungen, Denkmustern und Erfahrungen
  • Methoden der Grenzziehung im Alltag zur Normverdeutlichung
  • Konfrontative Gesprächsführung
  • Training von handlungspraktischen Regeln und Strategien mit dem Ziel künftiger Gewaltfrei


Die Teilnehmer/innen

Die berufsbegleitende Weiterbildung zum/zur Anti-Aggressivitäts-Trainer/in ist konzipiert für pädagogische Fachkräfte und Lehrer/innen im Umgang mit schwierigen und gewaltbereiten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Eingeladen sind Berufsgruppen aus Jugendhilfe, Bewährungshilfe, Strafvollzug, Heimen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendfreizeiteinrichtungen und dem schulischen Bereich. Die Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte, die einer konfrontativen Grundhaltung positiv gegenüberstehen.

Wir weisen darauf hin, dass die Ausbildungsbereiche nicht für Personen geeignet sind, die eine unbearbeitete eigene Gewaltgeschichte haben.

Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 Personen begrenzt. Eine zahlenmäßige Ausgewogenheit zwischen Männern und Frauen wird angestrebt.

Falls der Vertrag nicht zustande kommt, erhalten die Teilnehmer/innen für die Teilnahme am Einführungsseminar eine qualifizierende Teilnahmebescheinigung.


Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten Sie ein Zertifikat und sind befähigt Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainings durchzuführen. Sie schließen die Weiterbildung erfolgreich ab, wenn Sie als Qualifikationsnachweis folgende Leistungen erbringen:

  • Durchgängige Teilnahme an allen Kursabschnitten
  • Interview mit einem gewaltbereiten Schüler/Jugendlichen/Heranwachsenden
  • Beschreibung der Institution mit Stärken, Schwächen und Ressourcen
  • Konzeptentwicklung zur Umsetzung von AAT/CT und konfrontativer Pädagogik
  • Selbsterfahrung auf dem „Heißen Stuhl"
  • Vollständige Bezahlung aller Leistungen lt. Ausschreibung
  • Erfolgreiche Abschlusspräsentation und mündliche Prüfung
Referenten:

Simone Kriebs
Stefan Werner