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Anne Stahlmann
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Kostenreduzierung im Bereich der Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfen

Evaluation des Projektes "Kostenreduzierung im Bereich der Hilfen zur Erziehung (§ 27 ff, SGB VIII) sowie zu den Eingliederungshilfen (§ 35 a SGB VIII)

Frühe Hilfen zielen darauf ab, Risiken für Kinder möglichst frühzeitig zu erkennen und die Erziehungskompetenz ihrer Eltern zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten.

Über eine engere Verzahnung von Gesundheitshilfe und Kinder- und Jugendhilfe, die verbesserte Erkennung von psychosozialen Risiken und die Bereitstellung geeigneter Hilfen soll vorhandenen Gefahren von Vernachlässigung bzw. Misshandlung entgegen gewirkt und eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung betroffener Kinder gefördert werden. Frühe Hilfen wenden sich insbesondere an Familien in Problemlagen tragen in der Arbeit mit diesen Familien dazu bei, dass Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden. Vor diesem Hintergrund baut die Stadt Düren ihr Angebot im Bereich der Frühen Hilfen im Rahmen des Projektes „Kostenreduzierung im Bereich der Hilfen zur Erziehung (§ 27 ff, SGB VIII) sowie zu den Eingliederungshilfen (§ 35 a SGB VIII)“ aus. Die zentralen Zielsetzungen sind:

  • Die Angebote im Bereich der Sekundär-Prävention zu erweitern, um damit stationäre Unterbringungen zu vermeiden.
  • Einen wirtschaftlicheren Einsatz der Mittel im Bereich der Hilfen zu Erziehung zu gewährleisten.
  • Das Modell sieht eine engere Verzahnung zwischen Allgemeinem Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes und der ambulanten Familienhilfe (SPFH) vor.

Das ISS-Frankfurt a.M. evaluierte das Vorhaben der Stadt Düren. Es fand ein mehrdimensionales Forschungsdesign Anwendung, dass folgende Zielsetzungen verfolgte:

  • Erhebung der Ausgangssituation
  • Monitoring der Hilfeverläufe
  • Teilnahme und Dokumentation an Zwischenauswertungen und Ergebnissicherung
  • Auswertung der Hilfepläne
  • Auswertung der Fall- und Finanzdaten

Es wurden sowohl qualitative Interviews mit Fachkräften als auch Sekundärdatenanalysen (z.B. ausgewählte Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik, Aktenanalyse) durchgeführt sowie mit Hilfe eines selbst entwickelten Instrumentes (Excel-Sheet) Entwicklungsverläufe auf Fallebene dokumentiert und analysiert.

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Auftraggeber:

Jugendamt der Stadt Düren

Projektlaufzeit:

Februar 2011 – Januar 2014