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Marius Hilkert
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Wirksamkeit Früher Hilfen und anderer präventiver Maßnahmen
Wirksamkeit Früher Hilfen und anderer präventiver Maßnahmen


Das Evaluationsvorhaben nahm unter anderem die Wechselwirkungen von Frühen Hilfen und Hilfen zur Erziehung in den Blick.

Seit Dezember 2012 wird in Hagen der Ausbau Früher Hilfen umfassender als zuvor forciert. Zusätzlich zu den vom Bund vorgesehenen Finanzierungen investiert die Stadt Eigenmittel zur Implementierung flächendeckender, sozialräumlicher Früher Hilfen und anderer präventiver Maßnahmen. Neben dem Angebot der Familienhebammen besteht das Unterstützungs-Netzwerk unter anderem aus Kinderkrankenpflegerinnen und Familienbegleiterinnen und -begleitern sowie dem ehrenamtlichen Angebot der Familienpatinnen und -paten.

Da die Angebote präventiv ausgerichtet sind, sind insbesondere die Effekte in Bezug auf die Hilfen zur Erziehung, die Adressatinnen und Adressaten sowie die Angebotsgestaltung für den auftraggebenden Fachbereich von Interesse. Die Entwicklungen der Hilfen zur Erziehung sollen des Weiteren für einen Zeitraum von 10 Jahren prognostiziert werden.

Das ISS-Frankfurt a. M. verfolgte in dieser Untersuchung einen mehrschichtigen Studienaufbau. Neben einer qualitativen Explorationsphase, die unterschiedliche Akteursgruppen berücksichtigt und der Durchführung von Entwicklungs- sowie Informationsworkshops wurden folgende Aktionen durchgeführt:

  • eine ausführliche Aktenanalyse
  • Monitoring „Hilfen zur Erziehung”
  • Monitoring „Frühe Hilfen”
  • Online-Befragungen: Hier wurden Fachkräfte der neuen Angebote und des Allgemein Sozialen Dienstes sowie Leitungskräfte der unterschiedlichen Arbeitsbereiche befragt
  • Telefonbefragungen, um Eltern zu erreichen.

Das Evaluationsprojekt wurde von einer Steuerungsgruppe aus Angehörigen des Fachbereichs Jugend und Soziales Hagen und den Projektmitarbeitenden des ISS-Frankfurt a. M. begleitet.

Fazit

20161113 Evaluation Frühe Hilfen Hagen Abschlussbericht_cover_webEs wird unter anderem empfohlen, die bestehenden präventiven Angebote weiter auszubauen und zu stärken. Die Erkenntnisse der Untersuchung legen nahe, insbesondere auf eine ausdifferenzierte Profilbildung der Frühen Hilfen in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst hinzuwirken und so ein pluralistisches und ineinandergreifendes Unterstützungsnetzwerk zu fördern, das zukunftssicher ist. Die Prognose-Szenarien sowie die Handlungsempfehlungen am Ende des hier vorliegenden Abschlussberichtes geben hierzu differenziertere Hinweise.

 



Auftraggeber:
Fachbereich Jugend und Soziales, Stadt Hagenexterner Link

Projektlaufzeit:
Juli 2014 – November 2016