Europa

Themenbereich des ISS


ESF-Dachevaluierung 2014–2020

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist seit 1957 das Hauptinstrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in der Europäischen Union. Der Fond soll die Beschäftigungschancen der Menschen in den EU-Mitgliedstaaten durch die Förderung einer besseren Bildung, Unterstützung bei Ausbildung und Qualifizierung und den Abbau von Benachteiligungen am Arbeitsmarkt verbessern. Dazu fördert der ESF Projekte auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Das ISS führt gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) die ESF-Dachevaluierung für das ESF-Bundesprogramm in der Förderperiode 2014–2020 durch. Weitere Projektpartner und Projektpartnerinnen sind defacto – Sozialwissenschaftliche Forschung & Beratung und das Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (IfS).

Die ESF-Dachevaluierung bewertet die Ergebnisse und Wirkungen des ESF des Bundes in Bezug auf die Ziele der Strategie Europa 2020 sowie der im Operationellen Programm des ESF des Bundes festgelegten Ziele. Dabei werden die Querschnittsziele des ESF durchgängig berücksichtigt.

Zwei themenzentrierte Studien

Die Evaluierung speist sich dabei aus verschiedenen Quellen: Die Evaluierung der Investitionsprioritäten sowie die Einzelevaluierungen von Programmen, die Daten des Monitoring im ESF sowie eigene, vorwiegend qualitativ ausgerichtete empirische Erhebungen. Am ISS werden die beiden themenzentrierte Studien „Wirkung von Maßnahmen auf Menschen mit Migrationshintergrund“ und „Wirkung von Maßnahmen auf Jüngere am Übergang Schule-Beruf" durchgeführt.

Vier Arbeitsschritte

Als methodischen Ansatz orientiert sich die Evaluierung am Konzept der theoriebasierten Wirkungsanalyse. In Adaptierung der „Theory of Change“ werden vier aufeinander aufbauende Arbeitsschritte gemacht, die in den einzelnen Analysen und themenzentrierten Studien zum Tragen kommen:

  1. 1.
  2. Rekonstruktion der Programmtheorie bzw. der Interventionslogik des ESF-Bundesprogramms unter Zuhilfenahme von Wirkungsketten
  3. 2.
  4. Überprüfung und Validierung dieses Wirkungsmodells anhand verfügbarer empirischer Erkenntnisse
  5. 3.
  6. Empirische Validierung der Programmumsetzung und Bewertung der Zielerreichung mittels Plausibilisierung der Programmwirkungen unter Anwendung des Wirkungsmodells anhand der Wirkungsketten
  7. 4.
  8. Diskussion der Ergebnisse. Im Sinne einer partizipativen methodischen Vorgehensweise werden in diesem Schritt auch Workshops und Fokusgruppen veranstaltet. Hieraus lassen sich Empfehlungen zur laufenden Verbesserung der Umsetzung des ESF wie auch in Bezug auf die Planung der nächsten Förderperiode ableiten.

 

Mitarbeit

Projektleitung: Dr. Regina Frey; Dr. Mara Kuhl (ab April 2020)

Wissenschaftliche Mitarbeit: Ellen Mettke, Jasmin Ribler, Linda Hüper

 

Projektlaufzeit

2017 bis 2020

Ansprechperson
Dr. Mara Kuhl
030 616 717 9 - 17
mara.kuhl(at)iss-ffm.de