Europa

Themenbereich des ISS


Projekt Gender Care Gap

Projekt „Pay Gap, Care Gap, Pension Gap: Interlinking Key Gender Gaps for Germany for monitoring Gender Equality and taking action“

Das Projekt Gender Care Gap setzt sich mit der Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern auseinander und schließt damit an die Ergebnisse des Zweiten Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung an.

Eine Möglichkeit die Verteilung unbezahlter Sorgearbeit in einem Indikator darzustellen, ist der Gender Care Gap. Er wurde im Auftrag der Sachverständigenkommission des Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung entwickelt.

Der Gender Care Gap betrug 2012/2013 52,4 Prozent. Das heißt, Frauen leisten 52,4 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer – also zum Beispiel Einkaufen, Familienmanagement, Gartenarbeit, Kinderbetreuung, Kochen, Pflege, Putzen, Reparieren und Waschen. Das entspricht 87 Minuten täglich.

Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, das Thema unbezahlte Sorgearbeit über den Gender Care Gap weiterzuentwickeln. Hierfür werden gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) die Ursachen des Gender Care Gap in Deutschland erforscht und Zusammenhänge mit dem Gender Pay Gap und dem Gender Pension Gap aufgedeckt. Darauf aufbauend werden politische Handlungsempfehlungen, zum Beispiel aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht, in Hinblick auf ihren Beitrag zur Verringerung des Gender Care Gap identifiziert.

Ein weiteres Ziel des Projekts Gender Care Gap ist es, die Initiativen und das Engagement der Zivilgesellschaft zur Verteilung unbezahlter Sorgearbeit in einem Bündnis zu bündeln, um die fehlende Wertschätzung für unbezahlte Sorgearbeit und ihre ungerechte Verteilung zwischen Frauen und Männern stärker ins öffentliche Bewusstsein zu tragen. Das Bündnis kann eine starke Stimme für Ideen sein, mit denen der Gender Care Gap verringert werden kann.

Auftraggeber

Das Projekt Gender Care Gap führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. durch. Es wird aus dem „Rights, Equality and Citizenship Programme 2014-2020“ der Generaldirektion für Justiz und Verbraucher der Europäischen Kommission finanziert.

Laufzeit

Dezember 2018 bis September 2020

Weitere Informationen

Debora Gärtner
Projektkoordinatorin & wissenschaftliche Mitarbeiterin
030 616 717 9-21
debora.gaertner(at)iss-ffm.de

Dr. Mara Kuhl
Bereichsleitung Gleichstellung und Europa
Tel: 030 616 717 9-17
mara.kuhl(at)iss-ffm.de

 

Katrin Lange
wissenschaftliche Mitarbeiterin
030 616 717 9-16
katrin.lange(at)iss-ffm.de

Anne Stahlmann
wissenschaftliche Mitarbeiterin
069 95 789 - 142
anne.stahlmann(at)iss-ffm.de