Kinder, Jugend, Familie

Themenbereich des ISS


Vormundschaften im Wandel

Die Ausgestaltung von Vormundschaftsprozessen aus Mündelperspektive

Am 09.12.2020 findet online die Tagung "Vormund*in und Kind – Beziehungsgestaltung und Beteiligung" statt.

Die spannenden Ergebnisse des Forschungsprojekts "Vormundschaften im Wandel" werden vorgestellt und aus der Praxis kommentiert. Ein Austausch dazu in kleinen Gruppen ist vorgesehen. Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Anmeldung ist per E-Mail über info(at)vormundschaft.net möglich.

Die Tagung ersetzt die im März ausgefallene Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts.
Das Projekt beschäftigte sich von 2018 bis 2020 mit der Ausgestaltung von Vormundschaften und der Beziehung zwischen Vormund*in und Kind und Jugendlichem aus der Perspektive der jungen Menschen und der Fachkräfte.

Der Abschlussbericht

VORMUNDSCHAFTEN IM WANDEL
Kontakt, Beziehung und Beziehungsgestaltung zwischen Jugendlichen
und Vormund*innen aus der Perspektive von Jugendlichen, Vormund*innen
und Erziehungspersonen

steht ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Kurzfassung

Langfassung

Wie gestaltet sich eine Beziehung zwischen Mündel und Vormund und welche Möglichkeiten zur Gestaltung und Beteiligung im Rahmen der Vormundschaft ergeben sich für den Mündel – und zwar sowohl aus der Perspektive des betroffenen Kindes und Jugendlichen selbst als auch aus der Perspektive ihrer Vormünder*innen und Hauptbezugspersonen?

Weitere Informationen zum Projekt, dem Forschungsdesign und den Sampling-Kriterien finden Sie im Flyer zum Projekt

Das ISS wird in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) und dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) dieser Frage in dem auf zwei Jahre angelegten Projekt „Vormundschaften im Wandel – Die Ausgestaltung von Vormundschaftsprozessen aus Mündelperspektive“ nachgehen.

Aus der übergeordneten Fragestellung leiten sich weitere Fragen ab:

  • Wie stellt sich die „persönliche Vormundschaft“ im Leben der jeweils betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Praxis dar? Lassen sich dabei konkrete Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen feststellen?
  • Welche Rolle spielen die Vormünder*innen jeweils im Leben der Mündel?
  • Welche – möglicherweise unterschiedlichen – Erwartungen, Bedarfe und Bedürfnisse haben die Mündel mit Blick auf ihre Vormundschaftsbeziehung?
  • Was zeichnet aus Sicht der Kinder, Jugendlichen, aber auch Vormünder*innen und Hauptbezugspersonen eine „gelingende Vormundschaft” aus? Auf welche förderlichen und hinderlichen Faktoren deuten die Interviews hin?
  • Lassen sich Hinweise auf Qualifikationen und Kompetenzen der Vormünder*innen erschließen, die gebraucht werden, um eine „gelingende Vormundschaft“ zu gestalten?

Methoden des Projektes

Im Zentrum des Projekts steht eine vertiefende, qualitative Längsschnittstudie mit jeweils 36 persönlich geführten Einzelinterviews zu zwei Zeitpunkten. Es werden zum einen zwölf Mündel in einem Alter zwischen zwölf und 17 Jahren mit der Methode eines problemzentrierten Interviews befragt. Zum anderen werden die jeweiligen Vormünder*innen und Hauptbezugspersonen der zwölf Mündel interviewt.

Ziel des Projektes

Insgesamt gilt es, einerseits für jede untersuchte Figuration aus Mündel, Vormund und Hauptbezugsperson ein ganzheitliches Bild zu gewinnen und systematisch zu analysieren und andererseits figurationsübergreifende Erkenntnisse für die (Fort-)Entwicklung der Qualitätsprozesse der Vormundschaft fundiert zu generieren.

Die Untersuchungsergebnisse werden im Rahmen des Bundesforums Vormundschaften vorgestellt und diskutiert und in einem Abschlussbericht präsentiert. 

Laufzeit des Projektes: 2018–2020

Gefördert von der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V., Bonn

Caroline Mitschke
wissenschaftliche Mitarbeiterin
069 95 789 - 0