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Claudia Laubstein
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„Denn sie wissen, was sie tun“ - Strategien zum Umgang mit Kinder- und Familienarmut in Berlin
„Denn sie wissen, was sie tun“ - Strategien zum Umgang mit Kinder- und Familienarmut in Berlin

Am 28. Januar 2015 stellte bei einem Pressegespräch im Tagesspiegelhaus die wissenschaftliche Mitarbeiterin Claudia Laubstein die Ergebnisse der Expertise vor.

Für die Expertise wurden berlinweit 32 umfassende Interviews mit armen Familien geführt. Dabei wird deutlich:

  • Einkommensarme Familien sind häufig Mehrfachbelastungen ausgesetzt: Gesundheitliche Einschränkungen, Partnerschaftskonflikte, Überschuldung, schlechte Wohnverhältnisse und/oder Einschränkungen im Freizeitverhalten stehen in einem engen Zusammenhang mit geringem Haushaltseinkommen.
  • Arme Familien verfügen über Ressourcen in ihrem Bewältigungshandeln: Sie erziehen ihre Kinder zur Sparsamkeit, versuchen sich für den Arbeitsmarkt (weiter) zu qualifizieren, legen Wert auf gute Bildungsangebote und nutzen vertraute soziale Netzwerke in ihrem Wohnumfeld.
  • Dabei stehen ihnen häufig strukturelle Barrieren im Weg: Die mangelnde Armutssensibilität in Kita, Schule und Behörden, drohender Wohnungsverlust bzw. Zwangsumzüge aus ihren vertrauten Sozialräumen heraus, mangelnde zeitliche Flexibilität in der Kinderbetreuung und ein erheblicher bürokratischer Aufwand in allen Lebensbereichen.

Der Berliner Beirat für Familienfragen setzt sich dafür ein, diese strukturellen Barrieren abzubauen. Familien sind die Keimzellen des gesellschaftlichen Lebens und so ist es nach Auffassung des Familienbeirats Aufgabe von Politik und Verwaltung, Familien die Rahmenbedingungen zu schaffen, die sie brauchen, um ihr Familienleben gut zu gestalten.

Mehr zu dem Projekt erfahren Sie hier

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