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Irina Bohn
Leitung des Themenbereichs Rechtsextremismusprävention
Tel: 069 95 789 - 158
Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?
Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?


Die vom ISS-Frankfurt a. M. vorgelegte Expertise wurde vom Beratungsnetzwerk Hessen in Auftrag gegeben und hat Handlungsempfehlungen für die Implementierung des Konzeptes zum Thema „Integration von Flüchtlingen unter der Berücksichtigung lokaler Stimmungslagen“ formuliert.


Immer mehr Menschen fliehen vor Krisen und Kriegen in ihrer Heimat u. a. anderem auch nach Hessen. Staatliche Akteure, zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch eine Vielzahl von bürgerschaftlich engagierten Menschen haben bislang große Anstrengungen unternommen, um handfeste Unterstützung für die ankommenden Menschen zu leisten. Trotz dieses breiten Engagements nehmen jedoch auch die Übergriffe und Bedrohungen durch rechtsextreme und rassistische Gruppierungen bzw. Personen, die sich diesen Szenen zuordnen lassen, zu.

 

Handlungsbedarf im Bereich der Rechtsextremisums- und Rassismusprävention

 

Rechtsextreme Organisationen koordinieren Aktionen und versuchen, die bürgerliche Mitte zum Widerstand gegen den Zuzug von Flüchtlingen zu mobilisieren. Gerade aber um die bürgerliche Mitte, also die Menschen, die aktuell Unsicherheit, Unbehagen oder gar eine Bedrohung persönlicher und gesellschaftlicher Errungenschaften empfinden, dennoch aber Flüchtlingen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, wird es zukünftig „im Kampf um die Köpfe“ gehen. Es wird eine zentrale Aufgabe der Rechtsextremismus- und Rassismusprävention der nahen Zukunft sein Maßnahmen umzusetzen, die verhindern, dass diese Bürger/innen zunehmend demokratiefeindliche und rassistische Positionen annehmen bzw. offensiv vertreten und die gesellschaftliche Stimmung in Richtung einer pauschalen Ablehnung von Zuwanderung kippt.

 

Die vom ISS-Frankfurt a. M. vorgelegte Expertise „Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt“ wurde vom Beratungsnetzwerk Hessen in Auftrag gegeben und hat Handlungsempfehlungen für die Implementierung des Konzeptes zum Thema „Integration von Flüchtlingen unter der Berücksichtigung lokaler Stimmungslagen“ formuliert. Handlungsbedarf wird insbesondere deshalb gesehen, weil aktuell vor allem das Engagement der Zivilgesellschaft Wahrnehmung erfährt. Ablehnung, die es unter der Bevölkerung gibt und die sich eher an Stammtischen oder in sozialen Medien äußert, wird nicht explizit als Problem eingeschätzt, solange Proteste und Konflikte nicht manifest werden. Aktuell bindet die Bewältigung der Herausforderungen vor Ort die zivilgesellschaftlichen Kräfte, für eine präventive Auseinandersetzung mit rassistischen und rechtsextremen Potentialen bleibt schlichtweg kaum Freiraum.
 

 

Expertise_Integration_Flüchtlinge_Cover Wie kann Integration von Flüchtlingen gelingen, damit die Stimmung nicht kippt?

Expertise im Auftrag des Beratungsnetzwerks Hessen.
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie durch das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“

Frankfurt am Main 2015



Auftraggeber:
Beratungsnetzwerk Hessenexterner Link

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeitexterner Link” sowie durch das Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismusexterner Link”.