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Zertifikatskurs Kinderschutzfachkraft (Kischu 16)

Insoweit erfahrene Fachkraft nach §§ 8a + b SGB VIII und § 4 KKG "IseF" / "InsoFa"

Kursnummer:  3113
Hinweis: freie Plätze, Anmeldeschluss 28.02.2020
Veranstaltungszeitraum: Mai bis Oktober 2020
Veranstaltungsort: Frankfurt
Zielgruppe: Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V., Frankfurt a. M.

Der Zertifikatskurs richtet sich an Fachkräfte in den Bereichen Jugendhilfe, Beratungsstellen, Schulen und Gesundheitswesen, die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß den Bestimmungen der §§ 8a + b SGB VIII und § 4 KKG übernehmen wollen oder bereits wahrnehmen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Fachkräfte, die als insoweit erfahrene Fachkraft des Jugendamts oder in (Erziehungs-)Beratungsstellen bei freien Trägern der Jugendhilfe, in Schulen oder im Gesundheitswesen Gefährdungseinschätzungen mit externen fallverantwortlichen Fachkräften durchführen (wollen),
  • Fachkräfte, die als interne insoweit erfahrene Fachkraft bei einem freien Träger, in Schulen oder im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen (wollen) oder sich mit der Umsetzung von Kinderschutzverfahren befassen,
  • Fachkräfte, die in Kinderschutzteams in Kliniken mitarbeiten (wollen),
  • Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Sozialpädagog*innen und Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen sowie Berater*innen in psychosozialen Beratungsstellen und anderen Einrichtungen, die sich durch die Kursteilnahme im Bereich Kinderschutz weiterqualifizieren wollen.

Teilnehmendenzahl: max. 25

Gebühren: Seminargebühr 990 Euro (Gesamtpreis für 4 Module) zzgl. Verpflegungskosten und ggf. Übernachtungskosten (s. Ausschreibung)

  • Wie gestalten sich Rolle und Auftrag der insoweit erfahrenen Fachkraft?
  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen bestehen im Zusammenhang mit den §§ 8a und b SGB VIII (Verfahrensanforderungen an Träger, Garantenpflicht, Datenschutz, strafrechtliche Verantwortung)?
  • Was sind gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung (Erkennen)?
  • Wie lassen sich Risikoabschätzungen vornehmen (Beurteilen)?
  • Welche Schritte sind durch die fallverantwortlichen Fachkräfte einzuleiten (Handeln)?
  • Welche Kooperationspartner gibt es im Kinderschutz und wie können Kooperationsbeziehungen gepflegt werden?

Der Zertifikatskurs orientiert sich an diesen Fragestellungen, informiert über aktuelle Entwicklungen in rechtlicher und fachlicher Hinsicht und bezieht erprobte Konzepte und Erfahrungen aus den letzten Jahren mit ein. Dabei werden im Kurs Methode und Organisation der trägerinternen Ausgestaltung des Schutzauftrages behandelt und stets Fragen zur Kooperation von Trägern der freien Jugendhilfe mit dem Jugendamt und anderen am Kinderschutz beteiligten Systemen (Gesundheitswesen, Justiz) mit in den Blick genommen.

Durch die Zusammenarbeit mit qualifizierten Referent*innen wird gesichert, dass auf aktuellste Erfahrungs- und Wissensbestände auch zu speziellen Fragestellungen zurückgegriffen werden kann.

Weitere Details zu Zielen, Konzept, Umsetzung, Methoden und Programm entnehmen Sie bitte der Ausschreibung.

Seminarleitung

Harald Kliczbor, Dipl. Sozialarbeiter (FH, 1977)
Fachkaufmann für Organisation, Systemischer Paar- und Sexualtherapeut, Systemischer Supervisor, Jugendhilfeplaner. Insoweit erfahrene Fachkraft in einer Erziehungsberatungsstelle und wiss. Mitarbeiter des ISS. Langjährige Erfahrungen in Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen (u. a. Leitungskraft in zwei Kreisjugendämtern, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, psychosoziale Beratung und Therapie sowie SPFH bei freien Trägern); seit 25 Jahren freiberuflicher Fortbildungsreferent und Supervisor, Schwerpunkt Kinderschutz.

Ulrike Lohre, Dipl. Sozialpädagogin (seit 1991)
Systemische Familientherapeutin, Systemische Supervisorin. Seit 1992 Fachkraft im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) eines Kreisjugendamtes. Langjährige Erfahrungen als Leiterin des Facharbeitskreises gegen sexualisierte Gewalt und Beraterin bei Kindeswohlgefährdung für Fachkräfte des ASD sowie in offener Jugendarbeit, psychosozialer Beratung, Jugendgerichtshilfe, Familien und Einzelfallhilfe; langjährig freiberufliche Fortbildungsreferentin an der Polizeiakademie Hessen und für das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V.

Gastreferenten

  • Herr Prof. Rolf Jox, Professor für Recht an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abt. Köln
  • Herr Prof. Dr. Matthias Kieslich, Leiter der Neurologie, Neurometabolik und Prävention der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Frankfurt a. M.

Bitte nutzen Sie ausschließlich das Bewerbungs-/Anmeldeformular am Ende der Ausschreibungsunterlagen zur Anmeldung.

Die Anmeldungen werden in Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Es ist grundsätzlich nicht möglich, Plätze zu reservieren!

Institut für Sozialarbeit
und Sozialpädagogik e. V.

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