Veröffentlichungen der Beobachtungsstelle zur Gleichstellung intergeschlechtlicher Menschen
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Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Menschenrechte sind dann am stärksten, wenn sie universell gelten. Auch Bestrebungen zur Gleichstellung profitieren von der Solidarität möglichst vieler Menschen.
Intergeschlechtliche Menschen sind besonders stark von Menschenrechtsverletzungen betroffen. Etwa wird das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt, wenn nicht dringliche, medizinische Eingriffe an den Geschlechtsmerkmalen im Kindesalter (und damit häufig ohne effektive Einwilligung) vorgenommen werden. Durch das geltende Personenstands-, Familien- oder Antidiskriminierungsrecht in vielen EU-Staaten erfolgen weitere Verletzungen ihrer Menschenrechte.
Die Beobachtungsstelle hat sich mit mehreren Veröffentlichungen mit Fragen der Gleichstellung und dem Schutz der Menschenrechte intergeschlechtlicher Personen beschäftigt:
1. In einer Expertise zur Operationsverbot-Gesetzgebung in Deutschland, Malta und Portugal wird nationale Gesetzgebung zum Schutz von intergeschlechtlichen Kindern verglichen und eingeordnet.
2. Im Dossier zur Gleichstellung intergeschlechtlicher Personen in Europa werden politische Initiativen in der EU zum Thema aufgezeigt, die Europaratsempfehlung vom Oktober 2025 vorgestellt und politisch Aktiven aus der Zivilgesellschaft der Raum gegeben, ihre Arbeit vorzustellen.
3. Eine Infografik gibt einen kurzen Überblick über den Inhalt der Europaratsempfehlung.
Die Veröffentlichungen der Beobachtungsstelle finden Sie auf der Schwerpunktseite zum Thema.
Alle Veröffentlichungen der Beobachtungsstelle zum Thema finden Sie auf der Schwerpunktseite: https://beobachtungsstelle-gesellschaftspolitik.de/schwerpunktthemen/lgbtiq#p89
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Das Team der Beobachtungsstelle analysiert gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa und befasst sich mit möglichen Auswirkungen auf Deutschland. Hierfür erstellen die Kolleginnen wissenschaftliche, meist europäisch-vergleichende Analysen, betreibt Monitoring europäischer Entwicklungen und führt europäische Fachveranstaltungen durch. Ziel ist es, europaweit Akteure zu vernetzen, ihren Austausch zu fördern und gegenseitiges Lernen anzuregen.für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa. Sie haben Interesse an einer Zusammenarbeit oder Rückfragen? Wenden Sie sich gerne an katrin.lange@iss-ffm.de.
