„Wenn man uns fragen würde…!“ ISS stellt Ergebnisse einer Befragung von jungen Menschen zum Thema Social Media Verbot vor

Schutz vor Mobbing, Manipulation und sexualisierter Gewalt, Vorbeugung von Abhängigkeit und ein klares „Nein“ zu undurchschaubaren Algorithmen – es gibt viele Gründe, weshalb Politiker*innen, Pädagog*innen und Eltern sich für ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige aussprechen. Aber was sagen die eigentlich dazu? Das fragt ein Forscher*innen-Team unseres Instituts junge Menschen aus Jugendeinrichtungen der AWO. Die Ergebnisse präsentieren wir am 26.01.2026 über Zoom.

Australien hat es bereits durchgesetzt, Deutschland diskutiert noch darüber: Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Das heißt konkret, dass Plattformen wie Snapchat, Instagram oder TikTok das Alter der bereits registrierten und sich neu registrierenden Nutzer*innen überprüfen müssen. Diese Umsetzung wird in Australien von Sicherheitskommissionen überprüft.

Hierzulande arbeitet seit Herbst 2025 die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ u.a. zu diesem Thema. An der Kommission sind jedoch weder junge Menschen noch deren Vertretungsorganisationen beteiligt. Deshalb hat uns der AWO Bundesverband e.V. damit beauftragt, eine Befragung zu Haltungen und Meinungen von Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Die Ergebnisse stellen wir am

26.01.2026 von 15 – 16:30 Uhr via Zoom vor,

das Bundesjugendwerk der AWO e.V. wird sie kommentieren. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, an der Veranstaltung teilzunehmen, um sich ein differenziertes Bild über die Perspektiven Jugendlicher angesichts eines möglichen Social-Media-Verbots machen zu können. Es darf auch mitdiskutiert werden!

Sie können sich bis zum 21.01.2026 unter folgendem Link anmelden: https://forms.office.com/e/Y2PJsHTyuX

Die Einblicke und Erkenntnisse basieren auf vier leitfadengestützten Gruppendiskussionen mit Kindern und Jugendlichen. Insgesamt haben sich rund 30 junge Menschen beteiligt, die wir in Jugendzentren in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen getroffen haben. Die Gespräche wurden aufgezeichnet, transkribiert und mit einem kodierenden Verfahren analysiert.

Die Durchführung der Studie wurde vom AWO Bundesverband e.V. beauftragt, durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren und Jugend gefördert und findet im Rahmen des Kinder- und Jugendplan des Bundes statt.

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Die Studie wird federführend durch Marius Hilkert und unterstützend durch Benjamin Landes durchgeführt. Beide gehören zum Bereich „Soziale Praxis“, in dem wir zu Themen wie fachlicher Weiterentwicklung, demokratischer Resilienz oder digitaler Integration forschen und Organisationen und Personen entsprechend beraten und qualifizieren. Sie haben Fragen in diesem Themenbereich oder sind an einer Zusammenarbeit interessiert? Wenden Sie sich gerne an den Bereichsleiter Benjamin Landes unter benjamin.landes(at)iss-ffm.de