Wie kann Schule Armut sensibel begegnen – ganz konkret im Alltag? Eine neue ISS-Veröffentlichung zeigt, worauf es in der Praxis ankommt.
Frankfurt am Main, 10.06.2026 – Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. (ISS) hat im Juni 2026 die Publikation „Wie Armutssensibilität an Grundschulen gelingen kann – Ein Good-Practice-Beispiel aus Herne“ veröffentlicht. Am Beispiel der Josefschule wird gezeigt, wie eine Grundschule unter sehr herausfordernden Bedingungen eine konsequent beziehungsorientierte und armutssensible Praxis umsetzt. Grundlage ist ein Interview mit Schulleiter Robert Faber.
Dr. Irina Volf, Direktorin des ISS e.V.:
„Armutssensibilität beginnt mit einer Haltungsänderung und muss bewusst Teil von Schulentwicklung werden.“
Robert Faber, Schulleiter der Gemeinschaftsgrundschule Josefschule in Herne:
„Unsere Kinder brauchen nicht nur Unterricht – sie brauchen Beziehung und Lebensrealität.“
Ein zentrales Ergebnis: In der Herner Grundschule trennt nicht die Herkunft der Kinder, sondern vor allem die Armut der Familien. Rund 65 Prozent der Schüler*innen wachsen in von Armut betroffenen Familien auf. Die Publikation macht sichtbar, welche Ansätze im Schulalltag tragen – konkret, nachvollziehbar und übertragbar auf andere Schulen.
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