30 Projekte, ein neuer Bereich und eine neue Direktorin: Der ISS e. V. blickt im Jahresbericht 2024/2025 auf eine bewegte Zeit zurück
Der aktuelle Jahresbericht des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. zeigt die Arbeit der letzten zwei Jahre – von Praxisforschung bis hin zur Beratung. Die Mitarbeitenden stellen u. a. Forschungsprojekte zur Demokratieförderung in ländlichen Regionen vor, teilen Erkenntnisse der Beobachtungsstelle für gesellschaftspolitische Entwicklungen in Europa und plädieren für die stärkere Beteiligung von Gewaltbetroffenen an Aufarbeitungsprozessen.
Frankfurt am Main/ Berlin, 01.04.2026 Wie findet man heraus, welche Faktoren Meinungen über Schwangerschaftsabbrüche beeinflussen? Wie können Menschen mit beginnender Demenz gut begleitet werden? Und welche Arbeitsperspektiven gibt es für Menschen mit Behinderungen im Sport? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der Jahresbericht des Praxisforschungsinstituts ISS e. V. Neben der Darstellung der sieben Themenbereiche sowie der Struktur und Netzwerke des Instituts ordnen die Direktorin Dr. Irina Volf und die wissenschaftliche Leitung Irina Bohn im Vorwort die Arbeit der vergangenen Jahre ein.
„Wir blicken auf zwei bewegte Jahre 2024 und 2025 zurück, die gleichermaßen von tiefgreifenden politischen Umbrüchen wie von institutsinternen Veränderungen geprägt waren. Gesellschaftliche Krisen, demokratische Herausforderungen und sozialpolitische Neuverortungen bildeten den Rahmen unserer Arbeit als Forschungs-, Beratungs- und Qualifizierungsinstitut.“, so Dr. Irina Volf und Irina Bohn.
Diese Arbeit wird in insgesamt 30 Projekten sichtbar, die von 22 Fördergebern unterstützt wurden. Dabei konnte das ISS-Team mit mehr als 200 Vorträgen und fast 60 Radio-, Zeitungs- oder Fernsehbeiträgen nicht nur die Fachpraxis, sondern auch interessierte Bürger*innen erreichen.
Neben diesen inhaltlichen Ergebnissen gab es auch wichtige interne Veränderungen am Institut. So feierte das ISS 2024 sein 50-jähriges Bestehen und ging nach zehn Jahren von der Leitung durch Benjamin Landes an die Armutsexpertin Dr. Irina Volf über. Benjamin Landes gründete den neuen Bereich „Soziale Praxis“ mit Fokus auf die Begleitung und Qualifizierung von Organisationen und Fachkräften aus der Sozialen Arbeit bei Veränderungsprozessen.
Gerade in bewegten Zeiten möchte das Team des ISS e. V. ein gerechtes Miteinander stärker gestalten:
„Unsere Vision für die kommenden Jahre ist es, (Kinder-)Armut als zentrale Herausforderung an der Schnittstelle von Sozialpolitik und Demokratieförderung stärker in den Fokus zu rücken sowie den Stimmen vulnerabler Gruppen in Forschung und öffentlicher Debatte mehr Gewicht zu verleihen.“, so Dr. Irina Volf und Irina Bohn.
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Das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik ist ein unabhängiges Praxisforschungs- und Beratungsinstitut, spezialisiert auf sozial- und gesellschaftspolitische Handlungsfelder. Das Institut wurde im Jahr 1974 vom Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gegründet. Da das ISS als gemeinnütziger Verein organisiert ist, veröffentlichen die Mitarbeitenden in Form des Jahresberichts regelmäßig Informationen zur Projektarbeit, Fördergebenden und Publikationen, Vorträgen und Medienauftritten.
