Direkt zu den Artikeln: http://www.bpb.de/publikationen/AKTWHQ,0,Kinderarmut.html
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat das gesellschaftliche Phänomen der Kin-derarmut als Themenschwerpunkt für „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Beilage zur Wo-chenzeitung „Das Parlament“ aufgegriffen. In der Ausgabe 26/2006 vom 26.06.2006 werden in fünf Artikeln unterschiedliche Aspekte dieser individuellen und gesellschaftlichen Proble-matik grundlegend erörtert:
Gerda Holz
Lebenslagen und Chancen von Kindern in Deutschland
Kindheit bedeutet für die größer werdende Zahl Minderjähriger ein Aufwachsen unter Armutsbedin-gungen. Im Beitrag werden die Folgen heute und für die Zukunft als Vergleich zwischen armen und nicht-armen Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit skizziert. Konsequenz muss ein Perspektiven-wechsel im Sinne einer kindbezogenen Armutsprävention sein. (Seite 3-11)
Olaf Groh-Samberg – Michael Grundmann
Soziale Ungleichheit im Kindes- und Jugendalter
Es wird gezeigt, dass die Ausgrenzungsrisiken bei Kindern und Jugendlichen in extremer Weise nach klassenspezifischer und ethnischer Herkunft differenziert sind. Angesichts dieser strukturellen Benach-teiligung muss das Bewältigungshandeln widersprüchlich bleiben. Kritisiert wird die Pädagogisierung sozialer Struktureffekte. (Seite 11-18)
Michael Fertig – Marcus Tamm
Kinderarmut in reichen Ländern
In den OECD-Staaten variiert der Anteil an Kindern, die in relativer Armut leben, zwischen rund 3 und 25 Prozent. In den meisten dieser Länder war im letzten Jahrzehnt ein Anstieg der Kinderarmut zu verzeichnen. Dieser Beitrag analysiert den Einfluss potenzieller Determinanten von Kinderarmut, ins-besondere von familienbezogenen Sozialausgaben. (Seite 18-24)
Carolin Reißlandt – Gerd Nollmann
Kinderarmut im Stadtteil: Intervention und Prävention
Viele Untersuchungen bestätigen, dass sich die Armut bei Kindern und Jugendlichen in benachteilig-ten Sozialräumen konzentriert. Bei der Bekämpfung negativer Folgen für kindliche Lebensverläufe ist eine Ergänzung von klassischen Interventions- durch Präventionsmaßnahmen zu erkennen. Der Sozi-alraum und kindliche Entwicklungspotentiale stehen dabei im Mittelpunkt. (Seite 24-32)
Christoph Butterwegge
Wege aus der Kinderarmut
Um die Kinderarmut in der Bundesrepublik wirksam zu bekämpfen, muss die Politik auf mehreren Wirkungsebenen ansetzen. Es gibt zwar keinen Königsweg aus der Kinderarmut; mittels arbeitsmarkt-, beschäftigungs-, sozial-, bildungs-, familien- und wohnungspolitischer Reformschritte kann man sie aber verringern. (Seite 32-38)
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament 26/2006 vom 26.06.2006.
http://www.bpb.de/publikationen/AKTWHQ,0,Kinderarmut.html
