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Kompetenzfeld „Alternde Gesellschaft“

Kurzdarstellung:

Die alternde Gesellschaft bringt für Städte und Gemeinden beträchtliche Anforderungen mit sich. Durch einer innovativen Sozial- und Infrastrukturplanung müssen sie sich auf die Altersverschiebungen in der Bürgerschaft vorbereiten. Herkömmliche Verfahren sind tendenziell gekennzeichnet vom unverbundenen Nebeneinander unterschiedlicher Ressortplanungen. Sie können der Komplexität der gesellschaftlichen Veränderungsprozesse kaum gerecht werden. Notwendig sind stattdessen ressortübergreifende Diskurse der Analyse und der Planung, in welche die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbezogen werden. Zum einem geht es dabei um Strategien, die den Trend der Überalterung abschwächen. Zum anderen geht es um die Bewältigung der spezifischen Probleme, die durch die demografische Entwicklung verursacht werden. Eine solche strategische Planung muss sich auf die verlässlichen Daten und ein systematisches Monitoring stützen können: nur dann lassen sich die lokalen Entwicklungstrends kleinräumig ableiten. Gerade für kleine Kommunen sind jedoch weder die Verfügbarkeit der Daten, noch die Ressourcen zu ihrer Auswertung gesichert.

Auch die Altenpflege wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung wandeln müssen. Der Bedarf an Hilfe und Unterstützung wird in den nächsten Jahrzehnten in hohem Maße wachsen. Gleichzeitig wird die Kapazität familialer Unterstützungsnetze voraussichtlich abnehmen. Damit stellt sich die Frage, wie der Hilfebedarf zukünftig beantwortet und finanziert werden kann. Ein Strukturwandel ist erforderlich und hat bereits in Ansätzen begonnen. Einrichtungen und Dienste der Altenpflege sind gefordert, sich zu vernetzen und stärker quartiersbezogen zu organisieren. Kennzeichnend ist auch die Bereitschaft, Freiwilliges Engagement von Einzelnen und Initiativen in die Versorgung einzubinden. Nur so wird es möglich sein, das Leistungsspektrum bedarfsangemessen auszudifferenzieren und die soziale Teilhabe alter Menschen zu sichern.

Schwerpunkte der Projektgruppe…

… im Jahre 2010/11 sind Veröffentlichungen und Fachdiskurse zu den folgenden Themen geplant

  • Innovative kommunale Entwicklungsplanung
  • Erfahrungen mit Vernetzungsstrukturen in der Versorgung von Menschen mit Demenz

Eine Fachveranstaltung zu „Ansätzen innovativer Stadtentwicklungs- und Sozialplanung“ anhand von Praxisbeispielen fand am 20. Oktober 2010 in Frankfurt statt.

Ansprechpartnerin im ISS-Frankfurt a. M. 

Leonore Köhler
Tel: 069 95789 157

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Veröffentlichungen:

Brigitte Rehling, Marion Menke, u.a.: Teil B des Leitfadens zur praktischen Umsetzung des Referenzkonzepts: Qualitäts- und Organisationsentwicklung – Hinweise für den Ergebnistransfer.

Brigitte Rehling u.a.: Vom Referenzmodell zum Referenzkonzept. Teilbericht 3 der Abschlussberichte der beteiligten Institute.

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