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Aus unserer Projektarbeit


Zwischenevaluation des EU-Programms „Jugend in Aktion“ 2007 – 2009 auf nationaler Ebene

Die zentralen Fragestellungen der geplanten Zwischenevaluation beziehen sich auf die Umsetzung und auf die Wirkungen des Aktionsprogramms: Erwartet werden Aussagen zur Effizienz der Durchführung, zur Komplementarität, Relevanz und Nachhaltigkeit sowie insbesondere zu den Wirkungen, die durch die verschiedenen Aktionen und Unteraktionen auf nationaler Ebene erzielt werden konnten.

Auftraggeber:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Projektpartner:
Nationalakademie Jugend für Europa mit Sitz in Bonn

Projektlaufzeit:
01.11.2009 - 15.04.2010   

Kurzdarstellung:
Die zentralen Ziele von JUGEND IN AKTION bestehen darin, bei jungen Menschen das Gefühl einer aktiven europäischen Bürgerschaft zu wecken: sie sollen Solidarität und Toleranz erleben und aktiv in die Zukunftsgestaltung der EU eingebunden werden. Um diese Zielsetzungen zu erreichen, werden Mobilität, nicht-formale Lernprozesse und interkultureller Dialog von Jugendlichen gefördert. Besondere Priorität hat dabei die Einbeziehung aller jungen Menschen – unabhängig von ihrem kulturellen, sozialen und bildungsbezogenen Hintergrund –, um so die soziale Kohäsion in Europa zu stärken. Zugleich sollen durch das Aktionsprogramm und die geförderten Projekte die Unterstützungsstrukturen für Jugendliche qualitativ verbessert und die europäische Zusammenarbeit im Jugendbereich gefördert werden.

Das Programm JUGEND IN AKTION besteht aus fünf Aktionen, die bis zu acht Unteraktionen umfassen können. Im einzelnen sind dies:

Aktion 1: Jugend für Europa

Aktion 2: Der Europäische Freiwilligendienst

Aktion 3: Jugend in der Welt

Aktion 4: Unterstützungssysteme für junge Menschen

Aktion 5: Unterstützung für die europäische Zusammenarbeit im Jugendbereich

Mit der Zwischenevaluation werden zwei grundlegende Zielsetzungen verfolgt: Die Evaluation soll zum einen fundierte Aussagen über die Qualität der Durchführung des Programms in Deutschland liefern, um auf dieser Grundlage die Arbeit der Nationalagentur und insbesondere die Effizienz des Managements auf nationaler Ebene zu beurteilen. Zum anderen nimmt die Evaluation die Wirkungen des Programms in den Blick, dabei stehen die von JUGEND IN AKTION angestrebten Ziele und ihre Umsetzung im Mittelpunkt der Analyse. Ausgegangen wird von einem breiten Verständnis von Wirkungen: dazu gehören neben der Wirksamkeit im engeren Sinne auch die Relevanz und die Nachhaltigkeit des Programms sowie seine Komplementarität zu anderen Angeboten und Maßnahmen.

Die Evaluation hat also sowohl Struktur und Prozesse (Durchführung und Effizienz des Managements) als auch Ergebnisse (Wirkungen des Programms) in den Blick zu nehmen. Es handelt sich gleichermaßen um eine formative wie um eine summative Evaluation, da nicht nur die bisher erzielten Ergebnisse erfasst werden sollen, sondern auch Empfehlungen für die Weiterentwicklung und Fortschreibung des Programms erwartet werden.

Die einzelnen Bausteine der Projektbegleitung und Evaluation durch das ISS sind wie folgt konzipiert:

  • Quantitative Untersuchung

Die quantitative Datenerhebung umfasst drei Bereiche:

Erstens die Sekundäranalyse von Daten, die bei der Nationalagentur und bei YouthLink vorliegen, zweitens die Online-Erhebung ergänzender Projektdaten und drittens die telefonische Befragung von TeilnehmerInnen.

Um die für die Evaluation erforderlichen Informationen zu erhalten, werden ergänzend zur quantitativen Untersuchung verschiedene qualitative Erhebungsinstrumente eingesetzt, diese sind, leitfadengestützte Interviews mit TeilnehmerInnen sowie eine Analyse von 100 Projekten auf Basis der Abschlussberichte.

  • Expertise zur Komplementarität von Programm und EU Zielen

Ergänzend zur Analyse der qualitativen und quantitativen Daten wird eine Expertise zur Komplementarität des Programms mit anderen Vorhaben erstellt. Zentral ist hierbei die Einbettung von JUGEND IN AKTION in den Kontext der jugendpolitischen Strategie der EU.

  • Analyse und Ergebnistransfer

Nach Abschluss der Datenerhebung und -analyse werden die gewonnenen Erkenntnisse den MitarbeiterInnen der Nationalagentur im Rahmen eines Workshops vorgestellt. Zum Ende des Projektes wird dem Auftraggeber ein umfassender Ergebnisbericht mit Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung des Programms sowie Anregungen zur Gestaltung der folgenden Programmphase vorgelegt. In den Bericht fließen unter anderem die Ergebnisse des Transferworkshops mit ein.

  • Projektbegleitende Kommunikation

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den Trägern der Maßnahme vor Ort ist für eine erfolgreiche Umsetzung der Evaluation von großer Bedeutung. Während der Online-Erhebung in den Projekten wird eine Servicehotline geschaltet werden unter der Fragen zur Evaluation und der Erhebung kompetent beantwortet werden können.

Ansprechpartner im ISS:

Stefan Heinzmann

Tel.: 069-957 89-140
E-Mail senden

 

 



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