Zwischen Projektidee und Projekterfolg liegen die Stolpersteine der täglichen Arbeit. Im Umgang mit diesen Schwierigkeiten und Hemmnissen werden von den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der einzelnen Projekte tagtäglich kreative Ideen und Handlungsansätze entwickelt. Praxiserfahrungen bilden so einen wichtigen Erfahrungsschatz für die Suche nach Strategien und Methoden zur Förderung sozialer Teilhabe und zur Vermeidung von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Im Kontext der Infobörse begreifen Projekte als einen Ort, an dem Expertenwissen entsteht, das andere benötigen, um ihre Angebote, Handlungsansätze und Methoden einerseits zu bestätigen und andererseits auch weiter zu entwickeln.
In diesem Sinne ist Good Practice handlungsorientiertes Erfahrungswissen, das für einen gesamten Projektansatz ebenso wie für eine spezifische Teillösung stehen kann. In der Darstellung von Good Practice geht es denn auch nicht um ein vergleichendes Benchmarking oder die wissenschaftliche Evaluation von Praxisprojekten. Die Idee besteht darin, die Weiterentwicklung der Projektpraxis über die Auswahl und Darstellung konkreter Erfahrungen und guter Lösungen zu fördern und deren Transfer in andere Projekte oder auch Handlungsfelder zu unterstützen. Die Bewertung darüber, was Good Practice ist, obliegt damit der fachlichen Einschätzung und Beschreibung der Akteure vor Ort und letztlich in dem sich mit der Nutzung der Datenbank erweisenden Grad der Übertragbarkeit in andere Projektkontexte.