Vereinbarkeit von Vaterschaft und Beruf – Was können Unternehmen und Betriebe hierzu leisten?
„Die Zukunft beginnt in unseren Köpfen“
Geht es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist vor allem ein abgestimmtes und soziales Miteinander von Politik, Unternehmen und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Familie unumgänglich. Aufgrund der zunehmenden Wichtigkeit des Themas beschäftigte sich die Fachgesprächsreihe „ISS im DIALOG“ am Donnerstag, 25. März 2010 mit dem aktuellen Aspekt „Vereinbarkeit von Vaterschaft und Beruf – Was können Unternehmen und Betriebe hierzu leisten?“ und bündelte im Gespräch mit Experten und Praktikern aus der Arbeitswelt den aktuellen Kenntnisstand aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Der inhaltliche Einstieg in die Thematik erfolgte anhand des Vortrages „Vom Ernährer- zum Zweiverdienermodell? Familie und Erwerbstätigkeit - Bestandsaufnahme und internationale Perspektiven“ von Dr. Dirk Hofäcker (Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg). In dem Vortrag wurden die Erwerbstätigkeitsmuster von Männern und Frauen in verschiedenen Ländern der EU nachgezeichnet und die Mittelposition Deutschlands in Sachen Familienfreundlichkeit herausgestellt sowie die Rahmenbedingungen und Veränderungen in der familialen Arbeitsteilung benannt.
Im Anschluss stellten Dr. Jörg Dittmann und Lisa Koch vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS-Frankfurt a. M.) die im November 2009 abgeschlossene Studie „Motive und Rahmenbedingungen der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie für Väter in Rheinland-Pfalz“ vor. Hier wurden die komplexen Einstellungsmuster zum Thema Familie und die Familienpraxis der rheinland-pfälzischen Bevölkerung, sowie Hindernisse beim Umgang mit dem Thema Familienfreundlichkeit in den Unternehmen und Betrieben deutlich.
Nach einer kurzen Mittagspause rückte die Familienfreundlichkeit aus Unternehmenssicht in den Mittelpunkt des Fachgesprächs. Ein Interview mit der Unternehmerin Monika Buhr (Autohaus Newel, Cochem) brachte Vor- und Nachteile sowie Umsetzungsmöglichkeiten von familienfreundlichen Maßnahmen in kleinen und mittelständischen Unternehmen hervor. Der anschließende Vortrag von Angela Kienle (Audit „berufundfamilie“ der Hertie Stiftung) „Auf dem Weg zum familienfreundlichen Unternehmen“ verwies auf die große Zahl von Möglichkeiten der institutionalisierten, zertifizierten Familienfreundlichkeit in Betrieben.
Der abschließende Vortag „Was kann die Politik leisten? – Möglichkeiten und Grenzen“ von Brigitta Dewald-Koch (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland Pfalz) betrachtete das Thema aus der politischen Perspektive und rundete die Gesprächsrunde somit inhaltlich ab.
Die Präsentationen:
Dr. Dirk Hofäcker | |
Dr. Jörg Dittmann und Lisa Koch | |
Angela Kienle | |
Brigitta Dewald-Koch |
Eine ausführliche Dokumentation wird demnächst folgen.
Das Programm sowie die Anmeldung finden Sie hier.
Ansprechpartner im ISS:
Dr. Jörg Dittmann |
|
Tel.: 069 95 789 122 |


