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Zerrieben zwischen den Paragrafen - Jugendliche an der Schnittstelle der Sozialgesetzbücher

Seit Einführung des SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) wird von den Akteuren in der Benachteiligtenförderung kritisch vorgebracht, dass die Umsetzung von „Hartz IV“ in die Praxis, insbesondere im Optionsmodell, neue Ungerechtigkeiten generiert: So werden Jugendliche im Rechtskreis SGB II besonders häufig mit beschäftigungsschaffenden Maßnahmen gefördert, die ihre Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöhen sollen. Hierbei spielen die sogenannten Arbeitsgelegenheiten, bekannt als Ein-Euro-Jobs, die bedeutendste Rolle.

Der Dialog behandelt die Frage, inwieweit die kritisierenden Einschätzungen in der Struktur des Systems begründet sind oder ob es sich hierbei lediglich um vorübergehende Übergangsschwierigkeiten handelt. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:

  • Können die Schwierigkeiten durch ein gelungenes Change-Managementaufgefangen und eine effektive Kooperation aller beteiligten Akteuregewährleistetwerden?
  • Inwieweit wird an den Schnittstellen der Rechtskreise kooperiert?
  • Werden Jugendliche, die im Rechtskreis SGB II betreut werden, gezielt in eine Ausbildung vermittelt?

Wir haben uns sehr über den Dialog mit Ihnen gefreut!

 

ReferentInnen

Präsentationen

 

Claudia Schreier, ISS-Frankfurt a. M.

"Förderung der Benachteiligung statt Benachteiligtenförderung?"

Zerrieben zwischen Paragraphen –Jugendliche an der Schnittstelle der Sozialgesetzbücher

 

Dr. Heike Förster, Jugendamt Leipzig

"Systematische Abstimmung zwischen Arge und Jugendamt"

"Es geht um die Jugendlichen" - Wissenschaftliche und praktische Erfahrungen zur Abstimmung zwischen den Rechtskreisen

Tina Hofmann, Paritätischer Wohlfahrtsverband

"Harte Sanktionen drängen Jugendliche ins soziale Abseits"

„Handlungsbedarfe in der beruflichen Förderung junger Menschen an denSchnittstellen zwischen SGB II, III und VIII

Gerwin Stöcken, Leiter des Job Centers Kiel

"In Kiel ziehen alle Akteure im Sozialraum an einem Strang"

Jobcenter als Akteure im Sozialraum

Thomas Schmidt, Leiter der Optionskommune St.Wendel

"Hat sich 0% Jugendarbeitslosigkeit zum Ziel gesetzt"

St. Wendeler Jugendberufshilfe

Ein Netzwerk präventiver Hilfen für junge Menschen im Kreis St. Wendel

Die Tagungsdokumentation folgt im Herbst 2010.

Ansprechpartnerin im ISS:

Claudia Schreier

Tel.: 069 95 789 142
E-Mail senden

 

 *  Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

AWO-Pressemitteilung

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