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„Jeder ist anders albern“ - Multiperspektivität als Ressource in der Sozialen Arbeit

Es geht nicht ohne, manchmal aber auch nicht mit: Vernetzung und Kooperation von Fachkräften und Organisationen in der Kinder- und Jugendhilfe gelten als wesentliche Voraussetzung für eine gelingende Unterstützung von ratsuchenden Familien und deren Kindern. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in Hilfesettings und entlang von Leistungsketten soll Hilfen passgenau, wirksam und effektiv machen.

Die verschiedenen Perspektiven der kooperierenden Akteure können als Ressource für Ratsuchende verstanden werden, denn die Multiperspektivität erweitert die Wahrnehmung und Einschätzung von Lebenslagen, Zusammenhängen und Lösungsansätzen und berücksichtigt die jeweils aktuellen Kontexte.

Die Praxis zeigt: Alle Akteure im System haben Aufträge und Ziele, an denen es schwer fällt „vorbei zu kommen“. Häufig konkurrieren diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen miteinander. Es kommt zu einer Art Wettbewerb um die „richtige“ Lösung, die „angemessene“ Hilfe, die „passgenaue“ Intervention. Es resultiert aus unserer Sicht häufig eine gegenseitige Abwertung.. Dies verhindert, die Ratsuchenden radikal ins Zentrum der sozialen Arbeit zu stellen und Angebote, Interventionen und Hilfen als Koproduktion aller Helfer zu sehen.

Die Veranstaltung „ISS im Dialog: Jeder ist anders albern“ sucht Antworten auf die Frage: Wie gelingt es Fachkräften unterschiedlicher Profession und institutioneller Herkunft, mit gegenseitiger Wertschätzung gemeinsam die Ratsuchenden und deren Aufträge in den Blick zu nehmen?

Dokumentation des Fachgesprächs.