Kooperationen auf nationaler Ebene
Das Observatorium für die Entwicklung der sozialen Dienste in Europa
Das Observatorium zeigt Trends und Perspektiven europäischer Entwicklungs-verläufe im Bereich sozialer Dienste auf.
Es zeichnet ein Gesamtbild der Situation der sozialen Dienste in Europa und stellt den beteiligten Institutionen die Ergebnisse zur Verfügung.
Das Observatorium wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingerichtet und wird durch das Ministerium gefördert. Träger sind der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V..
http://www.soziale-dienste-in-europa.de/
Modellprojekt zur Förderung der qualitätsgesicherten Weiterentwicklung der vollstationären Pflege in Nordrhein-Westfalen
Sicherung und Weiterentwicklung der Lebensqualität älterer pflegebedürftiger Menschen stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den damit einhergehenden Veränderungen der Alters- und Morbiditätsstruktur sowie abnehmender informeller Pflegepotenziale bleibt die Pflege und Versorgung von alten Menschen ein zentrales Thema und wird zugleich eine ständig wachsende Herausforderung nicht nur der Sozialpolitik.
Auch zehn Jahre nach Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes fehlen in Deutschland noch verbindliche und von Kosten- und Leistungsträgern gleichermaßen getragene Versorgungsstandards und Qualitätskriterien, die das anzustrebende Qualitätsniveau pflegerischer Versorgung und den entsprechend notwendigen Personalbedarf für vollstationäre Pflegeeinrichtungen bestimmen könnten und gleichzeitig transparent und nachvollziehbar wären. Unterschiedliche Perspektiven und Interessen der an der Pflege beteiligten Akteure legen es zudem nahe zu fragen, inwieweit die Perspektive der pflegebedürftigen Menschen stärker in diesen Prozess miteinbezogen werden kann. Fragen zur Lebensqualität und zur Qualität pflegerischer Versorgung sind ohne die gebührende Berücksichtigung der Nutzerperspektive nicht zu beantworten. Nur durch deren umfassende Einbeziehung kann es gelingen, fachliche und allgemein menschliche Forderungen an die Pflege mit den individuellen Wünschen und Bedürfnissen in Einklang zu bringen.
http://www.referenzmodelle-nrw.de/
Kooperationen auf internationaler Ebene
EU-Projekt "A Lobby for Children. Approaches Towards Social Inclusion of Children in Europe"
http://www.lobby-for-children.org/Das ISS ist seit Dezember 2002 zuständig für die wissenschaftliche Begleitung des EU-Projektes „A Lobby for Children“. Das von der Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen-Lippe e.V. koordinierte Projekt steht im Kontext des Europäischen Aktionsprogramms gegen soziale Ausgrenzung und konzentriert sich auf die Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung von Kindern und ihren Familien. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der gemeinsame Beitrag der Elementarpädagogik, der professionellen sozialen Dienste und der Freiwilligenarbeit bei
- der Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung von Kindern,
- der Vermeidung von Selektionsprozessen, die bereits in der Altersstufe von 0 bis 6 Jahren stattfinden
- und der Förderung des Zugangs aller Kinder zu den gesellschaftlichen Ressourcen, insbesondere zum Bildungssystem.
EU-Projekt "The Situation of Social and Health Services of General Interest in the European Union"
Projektpartner
- Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, Wien (Konsortialführer)
- Centre International de Recherches et d'Information sur l'Economie Publique, Sociale et Coopérative (CIRIEC) = Internationales Forschungs- und Informationszentrum für öffentliche Wirtschaft, Sozialwirtschaft und Genossenschaftswesen, Lüttich
- Beobachtungsstelle des Observatoriums für die Entwicklung der sozialen Dienste in Europa am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), Frankfurt am Main
Hauptzielsetzungen und Form der Umsetzung
- Verbesserung der Informationsgrundlage für die relevanten Akteure (Regierungen der Mitgliedstaaten; Sozialpartner; Träger gemeinwohlorientierter Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, seien dies staatliche Stellen auf lokaler Ebene, Nichtregierungsorganisationen oder gewerbliche Anbieter) auf nationaler Ebene sowie die Europäische Kommission und europäische Dachverbände/Netzwerke zu diesem Sektor
- Erarbeitung eines systematischen Überblicks über die Anwendung der Gemeinschaftsvorschriften sowie die Auswirkungen gemeinschaftlicher Politiken
- Erstellung einer Informationsgrundlage (Abschlussbericht) und einer Methodik, auf deren Basis die EU-Kommission ein „Begleit- und Dialoginstrument“ (monitoring and dialogue tool) in Form von Zweijahresberichten entwickeln kann.
Die Projektseite http://www.euro.centre.org/shsgi wird bis Mitte Juli 2006 noch aktualisiert und erweitert, sie wird dann auch in deutsch verfügbar sein.

